TikTok ersetzt US-Datenschutzchef, während Trump und Vance den Verkauf vor der Frist im April überwachen

Von
Super Mateo
4 Minuten Lesezeit

TikTok tauscht US-Datenschutzchef aus, während Trump und Vance den Verkauf vor der April-Frist beaufsichtigen

TikTok ist mehr als nur eine Social-Media-Plattform. Es ist eine politische Bruchlinie.

Auf den ersten Blick mag der Austausch von Andy Bonillo durch Xu Liu, der nun Bonillos Teams leitet, wie eine normale Umstrukturierung aussehen. Aber wenn man es im Zusammenhang mit dem Druck Washingtons auf ByteDance und der direkten Beteiligung der Trump-Regierung am Verkauf von TikTok sieht, ist es mehr: ein strategischer Schachzug in einer wichtigen Verhandlung mit Folgen für den Weltmarkt und die nationale Sicherheit.

Tiktok & Trump (Der Standard)
Tiktok & Trump (Der Standard)

Die Frist am 5. April rückt näher und das Weiße Haus mischt sich ein. Die Änderungen bei TikTok zeigen mehr als nur Bereitschaft. Sie zeigen Absicht.


Ein Führungswechsel, der auf politische Wirkung abzielt

Als ByteDance Xu Liu zum Leiter der US-Datenschutzabteilung von TikTok ernannte und damit den erfahrenen Experten für Cyberabwehr, Andy Bonillo, ersetzte, ging es um mehr als nur um technisches Know-how. Es war eine Botschaft an das Oval Office, den Kongress und die Wall Street: TikTok ist bereit, sich an die Forderungen der USA anzupassen.

Liu kennt die Algorithmen von TikTok sehr gut. Damit steht er im Mittelpunkt der Bedenken von US-Gesetzgebern: dem möglichen Einfluss Chinas durch die Steuerung von Inhalten und die Analyse von Daten. Da sich die Behörden nicht mehr nur auf Firewalls konzentrieren, sondern auch auf Algorithmen, zeigt TikTok durch die Umstrukturierung, dass es die Unabhängigkeit ernst meint.

Wichtig ist, dass dieser Wechsel während der Verhandlungen stattfindet. Dabei zählt nicht nur die Technik, sondern auch die politische Wirkung.


5. April: Die Frist, die die globale Technik verändern könnte

Der Führungswechsel muss im Zusammenhang mit der Frist am 5. April 2025 gesehen werden. Diese Frist wurde 2024 von einer überparteilichen Gesetzgebung festgelegt. Sie verlangt, dass ByteDance die US-Aktivitäten von TikTok verkauft – oder ein landesweites Verbot riskiert.

Trump verlängerte nach seiner Rückkehr ins Amt im Januar die ursprüngliche Frist. Aber die Situation hat sich zugespitzt. TikTok steht nun im Mittelpunkt eines ungewöhnlichen Vorgangs in der US-Regierung: einer von der Regierung geleiteten Versteigerung eines Privatunternehmens, die von Vizepräsident J.D. Vance geleitet und vom Weißen Haus aus gesteuert wird.

Das hat es in der modernen US-Wirtschaftspolitik noch nicht gegeben.

Trump hat sogar vorgeschlagen, Zölle auf chinesische Importe zu senken, um den Verkauf zu erleichtern. Das zeigt, dass er diesen Deal nicht nur als Technologiepolitik betrachtet. Es ist eine Handelspolitik, ein Schritt zur nationalen Sicherheit und ein politisches Schauspiel in einem.


Hinter verschlossenen Türen: Vier Bieter und eine geheime Versteigerung

Die Details sind geheim, aber Trump hat bestätigt, dass vier Bietergruppen derzeit über den Kauf der US-Aktivitäten von TikTok verhandeln. Die Namen dieser Gruppen sind nicht bekannt. Quellen sagen aber, dass es eine Mischung aus Private Equity, traditionellen Medien und Investoren aus dem Technologiebereich sind.

Ungewöhnlich ist das große Engagement des Weißen Hauses. Vance, ein politischer Verbündeter und erfahrener Risikokapitalgeber, soll nicht nur die Bedingungen des Deals beeinflussen, sondern auch die Zukunft des TikTok-Algorithmus, die Datenverarbeitung und die Struktur nach dem Verkauf.

Die Regierung macht den Investoren klar: Der Kauf von TikTok USA ist an Bedingungen geknüpft. Vor allem in Bezug auf die Transparenz des Algorithmus, die Speicherung von Daten im Inland und die Kontrolle durch die Führungsebene.


Warum die interne Umstrukturierung von TikTok jetzt wichtig ist

Dieser Hintergrund macht die Ernennung von Xu Liu zu einem politischen Statement.

Mit der Ernennung eines Ingenieurs aus China, der sich mit der Empfehlungs-Engine und der Datenanalyse auskennt, bereitet sich TikTok auf ein neues Kapitel vor. In diesem muss die Plattform ihre Unabhängigkeit von ByteDance beweisen und gleichzeitig ihre Vorteile erhalten.

Die Verlegung von zusätzlichem Personal von ByteDance China unter US-Sicherheitsvorkehrungen deutet auf Bemühungen hin, eine operative Firewall – und nicht nur eine symbolische – zwischen Peking und den Daten amerikanischer Nutzer zu schaffen.

Es ist aber unsicher, ob das ausreichen wird, um die Gesetzgeber zu überzeugen. Einige Kongressabgeordnete wehren sich bereits gegen eine weitere Fristverlängerung. Sie argumentieren, dass die Regierung keine Befugnis hat, die Anordnung zur Veräußerung ohne neue Gesetze außer Kraft zu setzen.


Was Investoren beachten sollten: Risiko, Umstrukturierung und Neuausrichtung

Aus Sicht eines Investors sollten die internen Veränderungen von TikTok als Vorbereitung auf den Deal gesehen werden. ByteDance versucht wahrscheinlich, den Verkaufspreis zu maximieren und einen erzwungenen Verkauf zu verhindern, indem es technische Unabhängigkeit und die Einhaltung von Vorschriften demonstriert.

Das Risiko bleibt aber hoch. Wenn die Frist am 5. April nicht eingehalten wird oder eine Verlängerung abgelehnt wird, könnte es zu starken Einschränkungen oder einem kompletten Verbot in den USA kommen. Für potenzielle Käufer bedeutet das, dass eine Übernahme nicht nur finanzielle, sondern auch politische Hürden überwinden muss.

Außerdem muss sich jeder Käufer darauf einstellen, TikTok USA unter neuen Bedingungen zu betreiben – möglicherweise unter Aufsicht einer Regierung, die sich bereits in Unternehmensabläufe einmischt.


Wie geht es weiter

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Führungswechsel bei TikTok mehr ist als nur eine Umstrukturierung. Es ist ein kalkulierter Schritt im letzten Akt eines politischen Konflikts.

Die Frist am 5. April rückt näher und ByteDance versucht, Unabhängigkeit und die Einhaltung von Vorschriften zu demonstrieren. Gleichzeitig führen Trump und Vance vom Weißen Haus aus eine geheime Versteigerung durch und nutzen Handelsanreize und Sicherheitsaspekte, um das Ergebnis zu beeinflussen.

Wir erleben hier nicht nur einen Technologie-Deal. Es ist ein Beispiel dafür, wie die USA künftig mit Konflikten zwischen globalen Plattformen und nationaler Souveränität umgehen könnten.

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